Fukushima mahnt! am 11. März Mahnwache in Elmshorn

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Fukshima Mahnwache 11.3., Elmshorn
11:30 Uhr Alter Markt

Vor fast 6 Jahren havarierte das Atomkraftwerk in Fukushima, Japan nach einem Tsunami. Es kam zur Kernschmelze. Bis heute versuchen Techniker und Arbeiter, die Ruine zu sichern und den weiteren Austritt von radioaktiver Strahlung zu verhindern. Wie weit ihnen dies gelingt, ist der Öffentlichkeit kaum bekannt, denn die japanische Regierung verbietet Nachrichten aus und über das AKW.
Der Betreiber Tepco lieferte vor wenigen Wochen Bilder, die von einem Roboter im Innern des Reaktors 2 aufgenommen wurden. Dazu wurden Meßdaten bekannt, die anzeigen, dass die radioaktive Strahlung im Inneren des havarierten Reaktors weiter angestiegen ist. Die Bilder und Daten legen nahe, dass die Situation sehr viel ernster ist, als die Verantwortlichen in den letzten Jahren angenommen haben. Es ist nicht auszuschließen, dass Radioaktivität durch den Boden in die Umwelt austreten kann.

Karsten Hinrichsen von der Anti-Atom-Initiative brokdorf-akut wird über diese aktuelle Lage in Fukushima sprechen. Die Mahnwache endet gegen 12:00 Uhr.

 

Karte mit allen geplanten Mahnwachen in Deutschland:
www.ausgestrahlt.de/mitmachen/termine/

Aufruf für die Demo am 26. 4. 2015 um 4 vor 12 vor dem AKW Brokdorf zum Tschernobyl-Tag

Aufruf für die Demo am 26. 4. 2015 um 4 vor 12 vor dem AKW Brokdorf zum Tschernobyl-Tag

Unterstützen Sie den Aufruf mit ihrer Unterschrift online!

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Dem atomaren Zwischenlager Brunsbüttel ist die Betriebserlaubnis entzogen worden, weil die Genehmigungsbehörde nicht nachweisen kann, dass das Lager ausreichend vor terrroristichen Angriffen (und dem Absturz eines Grossflugzeuges, wie dem A380) geschützt ist. Das gilt faktisch für alle Zwischenlager in Deutschland – auch für die baugleiche Halle in Brokdorf. .

Trotz fehlenden Entsorgungsnachweises produzieren die AKW weiter hochradioaktiven Müll, als gäbe es das Gerichtsurteil nicht. Und die Politik zieht nicht die Reißleine, sie lässt die Atomlobby weiter gewähren.

Das lassen wir uns nicht gefallen! Kein AKW der Welt ist sicher!
Weltweit gibt es kein einziges funktionierendes „Endlager“!

Der Betrieb des AKW Brokdorf ist überflüssig, weil in Deutschland mehr Strom produziert als verbraucht wird. Wir fordern das sofortige Ende der Atomenergie! Die Energiewende darf nicht ausgebremst werden.

Tschernobyl mahnt – AKW Brokdorf abschalten – nicht erst 2021, sondern JETZT.

Wir rufen auf zu einer Protestkundgebung am Tschernobyl-Gedächtnisstein am AKW Brokdorf am 29. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, Sonntag, 26. April 2015 um 4 vor 12.00 Uhr

Initiatoren:
Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, Brokdorf-akut, BUND Kreisgruppe Steinburg

KOMMT AM 26. 4. NACH BROKDORF!

GEMEINSAM SCHAFFEN WIR DEN ATOMAUSSTIEG!

Marianne Kolter für die Anti-Atom Initiative Pinneberg
Dr. Karsten Hinrichsen, Brokdorf-akut
Gisela Wieneke, BUND Kreisgruppe Steinburg

23. Februar 2015

Spendenkonto Bündnis „AKW Brokdorf abschalten“ Sparkasse Westholstein Aktionskonto, BUND Kreisgruppe Steinburg, Iban DE74 2225 0020 0090 0785 77
(Spenden sind steuerlich absetzbar)

Diskussion: Wohin mit dem radioaktiven Müll?

Foto aus den Elmshorner Nachrichten

Foto aus den EN

aus den Elmshorner Nachrichten vom 13.03.2015
EN_2015.03.13 (PDF) —  Link zum Artikel auf shz.de

Diskussion mit Landesumweltminister Robert Habeck (Grüne) in Elmshorn. Mehr Ehrlichkeit beim Thema Endlagersuche gefordert.

Elmshorn | Vier Jahre sind seit der Reaktorkatastrophe in Fukushima vergangen. „Immer noch lebt ein großer Teil der Japaner in Notunterkünften und hat keine Perspektive mehr“, sagte Werner Noack vom Ortsverband der IG Metall Unterelbe während einer Mahnwache am Alten Markt in Elmshorn am Mittwochabend. Weitere Redner folgten mit Kritik an der Atompolitik, bezeichneten den Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland als zu langsam und zeigten Unmut über die bisherigen Lösungsvorschläge zur Zwischen- und Endlagerung des Atommülls.

Dutzende Menschen waren zur Mahnwache gekommen, zündeten für die Opfer von Fukushima Kerzen an und legten eine Schweigeminute ein. Anschließend strömten viele von ihnen in den Kollegiumssaal des Elmshorner Rathauses, um Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) in der Diskussion mit Ulrich Wollenteit und Peter Dickel zu erleben. Wollenteit ist Rechtsanwalt und Vertreter in einem Gerichtsverfahren gegen das Zwischenlager Brunsbüttel vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig. Dickel vertritt als Sprecher die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad.

Habeck ist Mitglied der Endlagersuchkommission, die die Vorschläge für die Entscheidungsgrundlagen wie Sicherheitsanforderungen im späteren Standortauswahlverfahren zu erarbeiten hat. Ziel der Kommission ist es, einen Ort zu finden, an dem Atommüll mindestens eine Million Jahre lang sicher gelagert werden kann. „Ich kann nur begrüßen und nach Kräften unterstützen, das Risiko der Atomkraftwerke und die Forderung schneller auszusteigen, klar zu formulieren“, sagte Habeck. Den Fortschritt der Endlagerkommission bezeichnete er als Schneckentempo. Ebenso wisse er, dass das Ziel der Bundesregierung, bis 2031 ein deutsches Endlager gefunden und bis 2050 fertiggestellt zu haben als „sehr ambitioniert“. Es solle jedoch nicht auf Zeit gespielt und weiteren Generationen diese Frage überlassen werden, sagte Habeck. Auch habe er die Bundesregierung aufgefordert, gegen Subventionen für neue Atomkraftwerke in Europa vorzugehen.

Wollenteit nannte den Zeitplan der Endlagersuchkommission „völlig illusorisch“ und forderte mehr Ehrlichkeit gegenüber der Bevölkerung. „Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative, als die Zwischenlager länger zu halten.“ Peter Dickel sagte zudem: „Das Endlager, wo der Müll nicht mehr herausgeht, wird es nicht geben.“ Man könne nur einen Ort finden, wo der Abfall „möglichst lange möglichst trocken und mit möglichst geringem Austritt“ bleibe. Wichtig sei es, so Wollenteit, die Suche ergebnisoffen anzugehen.

Die Liste der angesprochenen Probleme war lang. Immer wieder drehte sich die Diskussion um die Sicherheit der deutschen Atomkraftwerke und der umstrittenen Lagerplätze von radioaktivem Abfall. Moderatorin Marianne Kolter von der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg schloss die Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem BUND Kreis Steinburg und Kreis Pinneberg sowie mit Brokdorf-akut organisiert worden war: „Die Situation ist ausgesprochen kompliziert.“

Am 11. März 2011 hat sich um 14.47 Uhr ein Seebeben mit fatalen Folgen für den Staat Japan ereignete. Ein Tsunami überschwemmte das Land. Kurz darauf setzte in den Reaktorblöcken des Atomkraftwerks Fukushima eine Kernschmelze ein und große Mengen radioaktiver Strahlung trat aus. Als Folge kamen Tausende Menschen ums Leben oder wurden verletzt. Noch können etwa 120.000 Menschen nicht in ihre Heimat zurück. Böden und Gewässer um Fukushima sind verseucht. In Deutschland hat der Super-Gau zur Entscheidung geführt, endgültig aus der Atomenergie auszusteigen.

Autor: Janina Jankowski

Habeck wirbt für mehr Dialog

Foto aus der HAZ

Foto aus der HAZ

aus ‘Holsteiner Allgemeine’ HAZ_2015.03.11

Nach einer Mahnwache am 4. Jahrestag des Reaktorunfalls in Fukushima am 11. März 2015 auf dem Alten Markt trafen sich Atomkraft-Gegner anschließend zu einer Diskussionsveranstaltung mit Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck im Elmshorner Rathaus. Etwa 80 Interessierte folgten der Einladung und nahmen im Kollegiumssaal an der Schulstraße Platz.

Als Thema des Abends hatten die Veranstalter der Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, der Bürgerinitiativ Brokdorf-akut, des BUND Kreis Steinburg und des BUND Kreis Pinneberg “Atommüll – wohin damit?” vorgegeben. Der Minister für Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt sowie zugleich auch Vertreter Schleswig-Holsteins in der Endlagersuchkommission des Bundes holte bewusst aus, um die Anwesenden von seinem Vorgehen zu überzeugen: “Mit dem Ausstieg aus der Atomkraft erledigt sich das Thema Atommüll auf Jahre hinaus ja nicht.”

Habeck verdeutlichte, dass Deutschland auch nach dem Atomausstieg lange Zeit weiter Atommüll produzieren werde. Er schilderte, dass es in der Endlagersuchkommission des Bundes, in der er als Vertreter Schleswig-Holsteins dabei ist, immer nur in kleinen Schritten voran geht, weil sehr viel diskutiert werden muss. Jeder Millimeter, den die Kommission an Raumgewinn inhaltlich mache, werde sofort von unzähligen Seiten kritisch beäugt. Immerhin gebe es aber langsam erste konkrete Schritte. Mitte 2016 sei danach ein Bericht an den Deutschen Bundestag geplant. Allerdings nicht darüber, wo es ein Endlager geben kann, sondern vielmehr über die Kriterien, die zum Suchprozess gehören sollen. Erst im Jahr 2031 soll wirklich ein Endlager im Land gefunden sein, bis 2050 sogar erst erschlossen. “Und das scheint mir auch noch ein sehr, sehr ambitioniertes Vorhaben”, so der Minister zu diesem langwierigen Prozess.

Zur Situation in Schleswig-Holstein wurde er konkret: Für die teils beschädigten Fässer im Keller des Atomkraftwerkes Brunsbüttel gebe es nun ein Bergungskonzept der Firma Vattenfall. Ab Sommer soll der Atommüll in einem aufwendigen Verfahren über komplizierte Greiftechniken gehoben und für die Endlagerung umgefüllt werden. Habeck schilderte aber auch, dass im Kernkraftwerk Brokdorf noch etwa 50 Brennelemente lagern, die im Reaktor-Druckbehälter nur “realtiv sicher” seien und ebenfalls später besser gelagert werden müssten. Durch eine erfolgreiche Klage zum Standort Brunsbüttel liege dort dafür aber keine Genehmigung vor. Sein Fazit: Entweder komme der Zeitplan zum Rückbau der AKWs ins Stocken, das Zwischenlager bekommt eine neue Genehmigung oder aber es muss eine ganz andere Lösung her. Es käme auch in Betracht, dass Brokdorf als Zwischenlager fungiere. “Aber wollen wir das überhaupt?”, warf Habeck als Frage in den Raum. “Ich versuche aber, Gespräche in diese Richtung zu führen”, so der Umweltminister weiter. Brunsbüttel komme zurzeit überhaupt nicht in Frage. Schließlich müsse Deutschland noch insgesamt 21 Castoren aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage laut Vertrag zurücknehmen, dazu kommen noch die Brennelemente aus Brokdorf, die auch in Summe noch einmal 10 bis 12 weitere Castoren ausmachten.

In Bezug auf mittel-radioaktiven Atommüll sprach sich Habeck zudem für die Nutzung des Schachtes Konrad bei Salzgitter aus. Das Lager habe die Genehmigung dafür. “Ich setze darauf, dass dies ab 2022 passiert”, so der Minister. Es werde auch dann noch bis zu 40 Jahre dauern, bis auch dort alles eingelagert ist. Er warb allerdings dafür, weiter in den Dialog einzutreten: “Das Beste, was wir leisten können, ist nach dem derzeitigen Wissen stets die beste Lösung zu finden.” Dies bedeute zugleich auch Einschnitte in Herzen und in Seelen, das sei ihm bewusst. Der halbgare Zustand in der Atompolitik – wir haben die Technologie zwar eingeführt, wissen aber nun nicht wohin mit dem Müll – könne so nicht bleiben.

(Von Sascha Urbatzka, 11.03.15, 21:50 Uhr)

Mahnwache und Diskussionsveranstaltung am 11.03.2015

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Fukushima mahnt

 

-Stoppt Atomkraft

 

Mahnwache am 4. Jahrestag des

Reaktorunfalls in Fukushima

11.3. 18:00 Uhr

Elmshorn, Alter Markt

 

Anschließend laden wir ein zur

 

Diskussionsveranstaltung

11.3. 19:00 Uhr,

Kollegiumssaal im Rathaus Elmshorn, Schulstrasse 15-17

mit

 

Robert Habeck, Minister für Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt sowie Vertreter Schleswig-Holsteins in der Endlagersuchkommission des Bundes

Peter Dickel, Pressesprecher der AG Schacht Konrad

Dr. Ulrich Wollenteit, Rechtsanwalt

Begrüßung durch Volker Hatje, Bürgermeister Elmshorn

 


Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg, BI Brokdorf-akut, BUND Kreis Steinburg und BUND Kreis Pinneberg




 

 

 

Atommüll – Wohin damit?

Atommüll ist gefährlich, nicht nur heute, sondern für Zehntausende von
Jahren. Wohin also damit? Die Bundesregierung hat mit dem
Endlagersuchgesetz eine Kommission eingesetzt, die eine Lösung für
dieses Problem vorbereiten soll. Es geht um nichts weniger als die
Suche nach einem sogenannten Endlager für Atommüll.

Doch wohin mit dem Müll, bis ein solches “Endlager“ gefunden ist?
Selbst Kommissionsmitglieder sprechen von 50 oder mehr Jahren. Die
Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein sind zur Zeit faktisch auch
Lager für Atommüll. Doch sie sind nicht sicher, weder sind sie
geschützt gegen Flugzeugabstürze moderner Großraumjets wie der
A380 noch gegen panzerbrechende Waffen. Für das Lager in Brunsbüttel
hat das OVG Schleswig festgestellt, dass die Lagerung des dortigen
Mülls illegal ist.

Warum wird das AKW Brokdorf nicht sofort abgeschaltet? Jeden Tag wird dort
neuer Atommüll produziert, dessen Lagerung nicht geklärt ist.

Über diese Fragen wollen wir diskutieren mit dem verantwortlichen Minister
der Landesregierung und einem Vertreter der AG Schacht Konrad. Der
Schacht Konrad ist vorgesehen für die Lagerung mittel- und
schwachradioaktiver Abfälle – doch auch hier sagen die Kritiker,
der Schacht ist nicht sicher.

ViSdP: Marianne Kolter, Pinneberg

Fukushima mahnt! am 11. März Mahnwache in Elmshorn

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“Vier Jahre Fukushima: Atom-Risiko ist nicht gebannt”

Mahnwache zur Erinnerung an die seit März 2011 andauernde Reaktorkatastrophe in Japan.

Am Mittwoch, den 11. März um 18:00 Uhr veranstaltet die Anti-Atom-Initiative im Kreis Pinneberg in der Fußgängerzone (Alter Markt) in Elmshorn eine Mahnwache zur Erinnerung an die andauernde Reaktorkatastrophe in Fukushima.

 

Karte mit allen geplanten Mahnwachen in Deutschland:
www.ausgestrahlt.de/mahnwachen

2. Protest und Kulturmeile am AKW Brokdorf

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich hänge euch die offizielle Presseerklärung der Initiatoren der Protest- und Kulturmeile am 26.4. am AKW Brokdorf an. Wie es aussieht, wird die Meile sehr rege werden, mit vielen KünstlerInnen, Initiativen und Aktiven, die an Infoständen und in Zelten mit zahlreichen Aktionen und Debatten zur Teilnahme einladen.

Aus dem Kreis Pinneberg werden wir keinen Bus organisieren, vor allem um die finanziellen Risiken klein zu halten, aber auch, weil es Bahnverbindungen nach Glückstadt gibt, die wir euch empfehlen. Ab und zum Bahnhof Glückstadt fährt ein Shuttle-Bus.

Züge ab Pinneberg fahren um 10:49 / Ankunft in Glückstadt 11:16 (und wenn das zu früh ist, eine Stunde später, allerdings verpasst man dann die Begrüßung), entsprechend einige Minuten später ab Prisdorf, Tornesch und Elmshorn. Ab Elmshorn fährt auch noch ein Zug um 10:55.

Wer an der Fahrraddemo ab Glückstadt teilnehmen möchte, kann beide Züge nehmen. Sie warten auf euch.

Wir machen in Brokdorf einen Infostand und eine Buttonaktion. JedeR kann sich seinen Button selber zeichnen und dann spazierentragen. Wer Zeit und Lust hat, kann uns beim Stand gerne helfen. Das entlastet die aktiven Mitglieder der Ini und gibt ihnen die Möglichkeit, einmal über die Meile zu spazieren.

Liebe Grüße
Marianne

Presseerklärung: Pressemitteilung
akw-brokdorf-abschalten.de

25.10.10 – Pinneberg: Anti-Atom-Singen vor dem Rathaus

AAI_2010.10.25_EN_FotoUngewohnte Töne am Sonnabendvormittag auf dem Rathausvorplatz. Die Anti-Atom-Initiative Kreis Pinneberg hatte zu einem offenen Singen eingeladen. Damit sollte gegen Castortransporte und die Endlagerung radioaktiven Materials in Gorleben protestiert und auf die Anti-Atom-Demo am 6.November ab 13 Uhr in Dannenberg hingewiesen werden. Diese ist nicht vom Versammlungsverbot betroffen, welches gestern bekannt gegeben wurde.

Etliche Leute blieben stehen, nahmen Textzettel in die Hand und sangen mit, begleitet von Jan Pape an der Gitarre. Insgesamt zwölf Lieder kamen zu Gehör, darunter die weltbekannte Hymne “We shall overcome” und Louis Armstrongs Liebeserklärung an die Erde “What a wonderful world”.

Auf einen Kanon gab es sogar eine Antwort: Glockenläuten aus der Christuskirche in der Bahnhofstraße. Pastor Dr. Thomas Schaack, Umweltbeauftragter der Nordelbischen Landeskirche, zitierte aus dem Beschluss der Nordelbischen Synode: “Angesichts der nicht gelösten Endlagerfrage ist die weitere Vermehrung atomaren Mülls um einige tausend Tonnen nicht vertretbar.” Uwe Zabel, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Unterelbe, betonte: “Wir wollen den Aufbruch zu den erneuerbaren
Energien. Damit sind schon Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen worden.”

Zu Wort kamen aber auch Mitglieder der Aktion, die von ihrem Engagement erzählten. Marianne Kolter, Sprecherin der Initiative, zeigte sich zufrieden. “Wir wollen”, so Kolter, “dass die Leute mit nach Dannenberg fahren. Wer länger bleiben will, für den stehen Unterkünfte zur Verfügung.”

Artikel aus den Elmshorner Nachrichten (AAI_2010.10.25_EN)

 

11.09.10 – Gründung

Wie alles begann:

AntiAtomInitiative _ 23-34993756

Pinneberger fordern Atom-Ausstieg

von Uta Paulus

PINNEBERG. Von einer „neuen gesellschaftlichen Bewegung, die es so seit Brokdorf nicht mehr gegeben hat“ sprach Thorsten Berndt bei der Vorstellung des kreisweiten Bündnisses gegen Atomkraft.

Und auch wenn Berndt Kreisgeschäftsführer der Grünen ist, betont er, dass die Besonderheit der Anti-Atom-Initiative eben sei, dass sie über Parteigrenzen hinausgeht und nicht nur verschiedene Verbände und Organisationen umfasst, sondern sich auch einzelne Personen engagieren können.

Eine davon ist Marianne Kolter. Erst vor einem Jahr in den Kreis Pinneberg gezogen, nahm sie im April an der KettenREaktion teil, die sich durch den Kreis zog.

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Quelle: Pinneberger Tageblatt